Freizeittipp – Telefonanbieter.

Es gibt Tage, da weiß man absolut nichts mit seiner freien Zeit anzufangen. Dann fängt man das Rauchen an, macht einen Tauchkurs oder geht zum Kamelreiten.

Ein Tipp von mir, wie man seine Freizeit mit Aktivität zuballern kann, ist der Wechsel des Telefonanbieters. Durch den Bezug unseres Winterquartiers (Klick) musste ich mir ja einen Telefonanschluss bestellen. Buchse hierfür war schon da. Da mir die Farbe Pink nicht gefällt und ich eben sehr wenig Freizeit habe, wählte ich einen Anbieter, der mit Sauerstoff Werbung macht. 

Ich bestellte also telefonisch meinen Anschluß. Was dann folgte war ein mediales Feuerwerk…. SMS, Mail, Post, SMS, Mail, Dankesschreiben. Sensationell. Scheint ja eine gute Wahl gewesen zu sein.

Dann zwischen all der Korrespondenz finde ich einen Satz, der mir das Blut in den Adern gefrieren lässt: „Ein Mitarbeiter der Telekom wird sich mit Ihnen RECHTZEITIG in Verbindung setzen und dann am 28. November Ihren Anschluss freischalten. Bitte halten Sie sich von 8 – 16 Uhr in Ihrer Wohnung verfügbar.“

Neiiin! Ich wollte doch den anderen Laden nicht mehr. Mir schwante Böses. Ca. 1 Woche vor dem Termin erhielt ich dann von meinem neuen Anbieter das Installationspaket. Am gleichen Tag erhielt ich eine SMS, dass es das falsche ist. Gleich am darauffolgenden Tag erhielt ich das neue. In meiner Blockhütte ist zum Glück genügend Platz für Lagerware.

Tja, gestern war der 28.11. und es hatte sich noch kein Mitarbeiter der Telekom gemeldet. Ich wartete. 9 Uhr. Ich schaue aus dem Fenster – nichts. 10 Uhr – nichts. Um 11 Uhr klingelt mein Handy. Ich renne in die Küche, aber da hatte der andere bereits aufgelegt. Hm… Anonym. Keine Ahnung wer das war. Ich höre die Mailbox ab: „Guten morgen, hier Telekom. Ich bin in 5 Minuten da. Ich hoffe, Sie sind auch da… Klick.“

Aha, das war also die Terminvereinbarung. Kaum hatte ich die Nachricht abgehört, klingelte es auch schon an der Haustüre.

Der Kerl von der Telekom machte sich gleich an die Arbeit.

Ich wollte wissen: „Ich habe nen Router und so. Muss ich das selbst installieren?“

„Ja.“

„Aha… und wie weiß ich dass alles funktioniert mit dem Anschluss?“

„Das funktioniert was ich mache.“

„Das ist schön. Sie wissen, dass meine Vermieterin hier wohnt und sie auch nen Anschluss hat? Da darf nichts passieren.“

„Guter Herr… wenn ich was mache, funktioniert das.“

„Schön, dann bin ich beruhigt.“ Komisch, dass ich aber in Wirklichkeit mehr als beunruhigt war.

Nach ungefähr zehn Minuten war der Kerl wieder verschwunden und ich machte mich an die Installation. Dank sehr guter Unterlagen, klappte das auch wirklich hervorragend. Nur die PIN – die suchte ich wie die Stecknadel im Heuhaufen. War die in einer Mail? Kam die mit der Post? Ach ne… SMS.

Nach ner halben Stunde passte alles – Internet und Telefon funktionierte einwandfrei. Ich war glücklich und mit der Telekom versöhnt.

Sofort rief ich eine Kollegin an: „Ätsch, bei mir hat alles geklappt!“

„Dann bist Du echt ne Ausnahme!“

„Tja, ein Glückskind eben.“

Ich lachte und war gut drauf. Nun hab ich noch den halben Tag. Ich stieg ins Auto um Geschäftspost wegzubringen. Auch das klappte alles. Ein toller Tag dachte ich mir, als plötzlich mein Handy klingelt. Eine mir fremde Nummer.

„Hallo Oliver. Ich bin es Ihre Vermieterin. Ich rufe vom Handy meiner Tochter an. Unser Telefon geht nicht mehr!“

… Was dann den Rest des Tages folgte,  war eben die besagte Freizeitbeschäftigung mit der Telekom.

Euer Oliver 2.0

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Ich bin Ausgabe 2.0 von Oliver. Komplettes Update erfolgte am 2. August 2011.

7 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. Ehrlich gesagt kenne ich keinen Anbieter, bei welchem irgendwas reibungslos, pünktlich und nach Ansage funktioniert. Das scheint in dieser Branche ganz normal zu sein. Ob Telefon oder Internet, gute Nerven sind immer erforderlich.

    Gruß Sue

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  2. Au weh! Ich hatte mit der Swisscom ja auch schon das eine oder andere Tänzchen, aber ganz so schlimm wie mit Eurer Telekom scheint es bei uns dann doch noch nicht zu sein. Das Beispiel Telekom zeigt aber ganz schön was passieren kann, wenn ein Unternehmen zu gross und dadurch kaum mehr führbar geworden ist. Dazu noch die Quasi-Monopolstellung……..

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