Ich war weg. Aber nicht so wirklich.

Mein letzter Beitrag ist schon sehr lange her. Trotzdem erreichen mich immer noch Mails von interessierten Lesern. Mein Blog bewegt immer noch – Zeit für mich, wieder richtig hier zu sein.

Wie gesagt, irgendwie war ich weg, aber nicht wirklich. Nach dem Tod meiner Französischen Bulldogge, hatte ich auch mit den Vorträgen zum Thema Herzinfarkt aufgehört. Ich war irgendwie erschöpft. Hundebesitzer kennen das – die letzten Jahre mit einem kranken Tier können sehr anstrengend sein.

Nachdem ich in ein tiefes Loch fiel, kletterte ich nur langsam wieder hervor. Als das Loch dann endlich hinter mir lag, entdeckte ich eine neue Freiheit. Und mit dieser Freiheit streifte ich auch meinen Herzinfarkt ab. Keine Lesungen, keine Vorträge, keine Verpflichtungen.

Und doch werde ich immer wieder mit dem Thema konfrontiert. Herz und Gesundheit – beides rauscht wie ein Tsunami durch das Internet über die verschiedensten Portale. Ich habe sie mir angesehen: die Videos, die Ratschläge, die Pseudo-Ärzte, die vielen schlauen Sprüche von meist jungen durchtrainierten Menschen, die natürlich wissen wie es geht.

Und was passiert nun? Sind wir nun alle auf dem Gesundheitstrip, sehen jung aus und reissen Bäume aus? Das Gegenteil passiert: Viele Menschen werden immer mehr verunsichert und das Thema Herzinfarkt bleibt in der Bevölkerung hängen und tausende Menschen, allein in Deutschland, sterben daran.

Die Leser meines Buches oder dieses Blogs, wissen dass ich kein Influencer mit erhobenem Zeigefinger bin… ich war, ich bin Herzpatient. Nicht mehr und nicht weniger. Ich erzähle nur von mir – was mir gut tut, was nicht, was hilft oder nicht. Mehr mache ich nicht. Mehr benötigt es auch nicht.

Wir sind alle irgendwie verschieden. Und so sind auch die Lösungen für jeden Einzelnen verschieden… und die liegen meist in unserem Innern als Code. Diesen Code zu entschlüsseln – diese Aufgabe steht jedem selbst zu. Der alte Spruch „Jeder ist seines eigenen Glückes Schmid“ trifft es genau. Diese Verantwortung ist nicht teilbar und eine besondere Aufgabe für jeden Einzelnen… vorausgesetzt, man nimmt diese Aufgabe an. Über das WIE und wie es Spaß machen kann, sich zu entdecken… darüber schreibe ich.

Denn ich habe meinen Code geknackt: ich sitze wieder am Laptop und geniesse das Gefühl der Tasten.

Euer Oliver 2.0

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