„Willkommen an Wort“ – das ist so eine Redewendung, die ich mal immer wieder gerne benutze, wenn ein neues Wort mein Gehirn betritt. Es bahnt sich dann langsam seinen Weg durch die Wortreihe und nimmt dann Platz. Dazu hat es eine Wortkarte, auf welcher die Sitzmummer beschrieben steht. So wartet es in seinem Satz bis die einsilbige Maschine abhebt. Weiterlesen „Willkommen an Wort.“
Schlagwort: Worte
Schwarzwälder Kirschworte.
Worte. Sie können verletzen oder beleidigen. Sie sind manchmal dreckig, widerlich und so gar nicht schön. Worte können ganze Kriege entfachen oder einfach nur ein Baby in den Schlaf wiegen. Ja, es gibt sie – die schönen Worte. Manchmal haben sie einen süßen Geschmack.
Ich nehme sie dann vorsichtig in den Mund, koste ein bisschen an ihnen, lasse ihre zarten Serifen langsam und genussvoll auf meiner Zunge schmelzen und erfreue mich an ihrem wundervollen Geschmack.
Wortbluten.
3:36 Uhr zeigt meine Uhr. Seit 2:40 liege ich wach. Ich habe schreckliches Wortbluten. Seit mehr als einer halben Stunde bluten die Worte unaufhaltsam aus meinem Kopf und versickern im Kopfkissen, während ich wie gelähmt daliege und es geschehen lasse. Weiterlesen „Wortbluten.“
Wenn Worte schlafen.
Wenn Worte schlafen kann man sie nicht sehen. Hören kann man sie auch nicht, denn sie schnarchen nicht. Man kann sie nur fühlen, wie sie, entledigt ihrer Buchstaben, nackt in einer Ecke zusammenkauern.
Aufmarsch der Worte.
2:20 Uhr.
Mitten in der Nacht erwache ich wieder einmal. Der Blick zur Uhr geschieht langsam um ja keine Lebensgeister zu wecken. Der Körper schläft noch. 2:20 Uhr ist zu früh. Jeden weiteren Gedanken abschalten – weiterschlafen.