Worte lassen.

Manch einer wacht nachts auf weil er ins Bad muss. Danach liegt er wach und hofft, wieder schnell einschlafen zu können.

Ich wache nachts mit einem Druck im Kopf auf, liege wach, und knipse dann mein Smartphone an um zu schreiben. Ich nenne das Worte lassen.

Weder bin ich Sitzschreiber, noch Stehschreiber. Zugegebenermaßen  bin ich ein Liegendschreiber. Und trotzdem geht der ein oder andere Tropfen, äh… trotzdem geht das ein oder andere Wort daneben. Klar wisch ich das dann weg. Will ja nen sauberen Text hinterlassen und nicht Angst haben müssen, am nächsten Morgen unsaubere Absätze zu haben.

Auf jeden Fall ist irgendwann der Kopf dann leer… die Buchstaben haben sich an ihren Serifen gefasst und sind in mein Smartphone geplätschert. 

Fertig.

Nun haben Schlafanzughosen keinen Reissverschluß… mein Kopf schon. Nach dem Wortlassen ziehe ich diesen erleichtert hoch, dabei aufpassend, nichts einzuklemmen (eine Gehirnwindung oder so). Nur noch den Text auf meinen Blog gespült, und dann… endlich wieder einschlafen.

3 Uhr. War klar.

Euer Nachtschreiber, Oliver 2.0

Der Franzose und ich. Am Fenster.

DSC_5407

Neulich schien die Sonne. Das ist normalerweise nicht ungewöhnlich im Sommer, in diesem Jahr schon. Und so riss ich die Fenster auf, um etwas frische Luft und Wärme in unsere muffelige Bude zu lassen. Es muss ja nicht immer nach Hund riechen.
Auf jeden Fall sicherte sich der Franzose gleich seinen Lieblingsplatz auf dem Sims des offenen Fenster, mit Blick auf die Straße.

Weiterlesen „Der Franzose und ich. Am Fenster.“

Regen auf mir. Eine Fiktion (Teil 2).

R0014436

Viele Tage liege ich schon hier. Es wird Nacht und es wird Tag. Der Rythmus der Natur, ganz ohne Uhr. Ich weiß nicht, wie vele Male ich die Sterne gesehen habe, aber an diesem Morgen wird es nicht hell. Stattdessen ist über mir nur ein dunkles Blau gespannt. Keine Sonne, so wie die Tage zuvor. Mir ist irgendwie kalt, obwohl nichts mehr von mir vorhanden wäre, was frieren könnte. So blicke ich weiter hinauf. Weiterlesen „Regen auf mir. Eine Fiktion (Teil 2).“

Der Franzose und ich. Hundsnacht.

IMG_3105.JPG

In der vergangenen Nacht, der Nacht von Freitag auf Samstag, konnte ich nicht schlafen. Mir war kalt und meine Bettdecke wie immer zu kurz. Verzweifelt suchten meine kalten Frostfüße das warme Fell des Franzosen… vergeblich. „Komisch“, dachte ich. „wo ist er?“. Weiterlesen „Der Franzose und ich. Hundsnacht.“