Bald lässt das Bluten nach.

GR018521

Bald lässt das Bluten nach.

Geteilte Brust, geteiltes Leid?

Nein, das ist nicht so.

Brustkorb auf, Herz heraus.

Die Seele nirgendwo.

 

Dunkle Schatten an der Wand,

Fleisch liegt reglos da.

Es blutet, doch es lebt nicht mehr,

Tod wo Leben war.

 

Doch irgendwann, er glaub daran,

da kehrt der Geist zurück.

Dann schlägt es wieder ruhig in ihm,

sein Herz, sein größtes Glück.

 

Der Körper dann dem Felde gleicht,

mit Blut und Schweiß bestellt.

Er träumt weiter ganz in Ruh,

die Seele in ihn fällt.

 

So lieg er da, nun Nacht für Nacht,

hofft, dass ihm nichts passiert.

Sein Herz, sein Blut, sein Leben halt.

Will nicht, dass es gefriert.

 

Die Seele noch, ist müd und leer.

doch wird sie erst mal wach…

aus Dunkel wird dann helles Licht.

Bald lässt das Bluten nach.

 

Oliver 2.0

Anmerkung: Dieses Gedicht setzte sich aus nur wenigen Worten, noch in der Reha, in meinem Kopf zusammen. An diesem Wochenende, also ungefähr dreieinhalb Jahre später, habe ich es nun hier fertig gestellt.

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Ich bin Ausgabe 2.0 von Oliver. Komplettes Update erfolgte am 2. August 2011.

10 Comments Hinterlasse einen Kommentar

  1. „Die Seele nirgendwo“ So hat sich das wohl angefühlt, also du da gelegen hast. Du hattest dich verloren… fühltest dich verloren. Doch zum Glück ist die Seele losgelöst vom Körper.
    Und zum Riesenglück schlägt dein Herz wieder ruhig in dir.

    liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

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