Chronologie eines Herzinfarkt. Teil 17

Wortlos tritt der Tod näher ans Bett des Alten.
„Was dagegen, wenn ich mir den Stuhl nehme?“ Er deutet in die andere Zimmerecke, wo ein alter Holzstuhl als Kleiderablage diente.

„Bitte!“, antwortet der Alte verdutzt aber höflich.

Der Tod greift nach dem Stuhl und zieht ihn mit einem lauten Quietschen ans Bett. Mit einem Handstreich entledigt er sich seines Mantel, den er ans Bettende wirft. Es kommt ein moderner schwarzer Anzug zum Vorschein, das dunkle Hemd darunter lässig am Kragen aufgeknöpft. Der Finstere öffnet sein Sakko und setzt sich langsam hin, während das alte Holz des Stuhles dabei ächzend knarrt. Dabei nimmt der Tod galant seinen Hut ab, welchen er vorsichtig auf seinem Schoß platziert. Langes weißes Haar fällt über die Schultern der finsteren Gestalt, welche nun aber gar nicht mehr so finster wirkt sondern eher…alt.
Erschrocken weicht der alte Witwer in seinem Bett zurück:
„Teufel, Du siehst aus wie ich!“ erkennt er nun im Licht.

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Was für’s Herz… Danke.

Danke… das Lied der Fantastischen Vier lief im Radio auf meiner Fahrt im Intensiv-Rettungswagen nach Großhadern. Was für ein Wink mit dem Zaunpfahl. Ich musste lachen. Der begleitende Notarzt und sein Assistent blickten mich fragend an.
„Können Sie das lauter machen bitte?“
„Klar…“, antwortete der Arzt immer noch verwirrt, während ich mir auf die Schenkel klopfte vor Lachen.
„Wissen Sie… gestern saß ich noch ganz wichtig bei Kunden im Anzug, und jetzt… jetzt lieg ich hier – halbnackt, verkabelt und mit Infusionen in den Venen.“ Ich lachte und dachte dabei, wem ich vielleicht noch Danke sagen wollte oder sollte. Da waren schon ein paar. Vor allem meiner Familie. Naja. momentan sah es ja danach aus, dass mir noch etwas Zeit zum bedanken bleibt.

Das Lied begleitete mich durch die ganze Zeit im Krankenhaus. Es ließ das Ganze ein bischen absurd erscheinen und half mir so über eine schwere Zeit.
Wem würdet Ihr noch Danke sagen wollen? Über Kommentare freu ich mich.
Danke…für’s Lesen!

Wissenswertes

Eigentlich plante ich eine Rubrik Wissenswertes und Ratschläge. Ich wollte Informationen über Herzinfarkt, Therapien, Cholesterin und Medikamente sammeln und hier für Interessierte posten.
Nun habe ich mich dagegen entschieden.
Es käme einer Empfehlung über PCs gleich. Frage 10 Leute und Du bekommst 20 Antworten. Und am nächsten Tag wäre eh wieder alles ganz anders.
Ausserdem bin ich kein Arzt, ich habe kein tiefergehendes Fachwissen. Ich weiß nur das, was ich am eigenen Leib erfuhr.
Die Informationen über Herzinfarkt, seine Entstehung und Behandlungen sind so vielschichtig wie der Mensch selbst.

Nur ein Tipp meinerseits: Vergiss die guten Ratschläge in Foren oder ähnlichem. Es ist Deine Gesundheit, Deine Verantwortung. Solltest Du hinsichtlich Gefäßverengung oder Bluthochdruck gefährdet sein, hilft nur ein Arzt, ein Facharzt – Kardiologe.
Nur mit einer vertrauensvollen Zusammenarbeit ist eine Lösung findbar. Verharmlose nichts und nimm Deinen Körper ernst.

Im Ernstfall reduziert sich die Hilfe auf 3 Ziffern:… 112, in Worten eins-eins-zwei.
Das ist die Notfallnummer bei Herzinfarkt. Dort wird Ihnen geholfen. 🙂

Ein großer Teil überlebt den Herzinfarkt nicht. Gründe unter anderem:
– Ich geh gleich morgen früh zum Arzt.
– Das wird schon wieder.
– Nur Sodbrennen.
– Ist nur Zahnweh.
usw…

Jetzt bin ich doch tiefer eingestiegen als ich wollte. Musste aber sein. Mehr Informationen finden sich in meiner Chronologie wieder. Ich betone… MEINE Chronologie. Was bei mir gut war kann bei anderen schlecht sein und andersrum. Ich hoffe, ich sorge nicht für zusätzlichen Wirrwarr.

Die sogenannten Tipps verpacke ich in der Rubrik GUTES FÜRS HERZ. Dort kommen die Dinge rein, welche mir persönlich halfen. Wie zum Beispiel mein Hund. Nein, der hat nicht meine Tabletten aportiert. Die hätte er gefressen, denn er ist nicht wählerisch. Ach was schreib ich hier… Demnächst eben als neuen Post – mein Hund! Hier.

In diesem Sinne hör ich für heute auf.

Oliver 2.0