Warum?

Warum? Sicher ist dies die am häufigst gestellten Frage nach einem Schicksalschlag, einer schweren Krankheit oder eben einem Herzinfarkt. Im letzteren Falle gibt es meist eine plausible Erklärung, was aber wiederum unweigerlich zur nächsten Frage führt… Warum ich?

Eigentlich wollte ich den Gedanken hier vertiefen, aber es gibt einen aktuellen Anlass, mitten im Artikel umzuschwenken:

Ich habe heute erfahren, dass diese Woche im benachbarten Krankenhaus zwei Frauen eingeliefert wurden… eine 46-jährige und eine 28-jährige Frau (Lebensalter wurde von mir leicht geändert).
Beide starben an einem Herzinfarkt. Sie bekamen keine zweite Chance.

Ich weiß, ein Herzinfarkt betrifft alle Altersklassen. Auch Frauen, obwohl diese noch bis zu den Wechseljahren einen gewissen Schutz durch Östrogene haben… aber eben nur im Normalfall.

Warum die beiden? Warum?

Passt auf Euer Herz auf!

Oliver 2.0

Chronologie eines Herzinfarkt. Teil 17

Wortlos tritt der Tod näher ans Bett des Alten.
„Was dagegen, wenn ich mir den Stuhl nehme?“ Er deutet in die andere Zimmerecke, wo ein alter Holzstuhl als Kleiderablage diente.

„Bitte!“, antwortet der Alte verdutzt aber höflich.

Der Tod greift nach dem Stuhl und zieht ihn mit einem lauten Quietschen ans Bett. Mit einem Handstreich entledigt er sich seines Mantel, den er ans Bettende wirft. Es kommt ein moderner schwarzer Anzug zum Vorschein, das dunkle Hemd darunter lässig am Kragen aufgeknöpft. Der Finstere öffnet sein Sakko und setzt sich langsam hin, während das alte Holz des Stuhles dabei ächzend knarrt. Dabei nimmt der Tod galant seinen Hut ab, welchen er vorsichtig auf seinem Schoß platziert. Langes weißes Haar fällt über die Schultern der finsteren Gestalt, welche nun aber gar nicht mehr so finster wirkt sondern eher…alt.
Erschrocken weicht der alte Witwer in seinem Bett zurück:
„Teufel, Du siehst aus wie ich!“ erkennt er nun im Licht.

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Die Chronologie. Auf ein Wort.

Mit dem Teil 14 meiner Chronologie sind wir bei der Herz-OP angelangt. Ich möchte die Gelegenheit nutzen um ein paar Wort an meine Leser zu richten.

Zunächst einmal möchte ich mich für die vielen Zuschriften und meinen Followers bedanken. Ich freue mich, dass mir so viele Leser bis hierher gefolgt sind und hoffe, dass auch die Fortsetzung Gefallen findet.
Ursprünglich ins Leben gerufen, um mich daran zu erinnern, was war und wie es war, hat meine Chronologie Leser gefunden. Das Thema berührt und interessiert. Dies war und ist mir wichtig. Der Herzinfarkt ist keine unvermeidbare Krankheit. Man kann seine Entstehung beeinflussen oder gar verhindern.

Alles was ich schrieb, ist so passiert. Ich habe kein einziges Detail hinzugefügt. Jedoch habe ich Details weggelassen, welche zu persönlich waren. Hätte ich diese eingefügt, brächte dies dem Thema keinen Nutzen und würde nur ablenken.

Falls jemand an weiteren Informationen interessiert ist, so freu ich mich über eine Mail.

Zurück zur Chronologie… Der rein medizinische, physikalische Vorgang während der OP spielt ebenfalls in der Erzählung keine Rolle. Davon bekam ich ja gar nichts mit. Um aber trotzdem meine Leser über diesen Vorgang zu informieren, habe ich vor einiger Zeit den OP- Bericht angefordert.
Dieser liegt mir nun vor, ist allerdings nicht leicht zu übersetzen.
Ich versuche es trotzdem, aber in stark komprimierter Form. So kann man sich dann ungefähr vorstellen, was während der sechsstündigen OP passierte.
Wer sich das nicht vorstellen möchte, sollte nun aufhören, zu lesen.

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