Der Franzose und ich. „On my way…“

„Spike, komm schon!“

„Gleich Mann…“

„Du kannst nicht überall stehen bleiben!“

„Wenn ich aber pinkeln muss?“

„Kein Mensch der Welt muss alle zwei Meter pinkeln!“

„Schon vergessen?“

„Was?“

„Ich bin ein Hund!“

„Mir doch egal… Hund, Ausserirdischer, Bulldogge… Komm jetzt endlich!“

„Hey Alter – chill mal! Ich bin schon on my way!“

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Nachtgedacht.

3 Uhr ist längst vorbei. Meine Uhr zeigt bereits 4. Also habe ich schon eine Stunde nachtgedacht, begleitet von einem Husten, nur unterbrochen von Niesanfällen. Männerschnupfen.

Eigentlich sollte ich in einem Hotelbett in Verona liegen. Dort ist Motorradmesse und ich fahre jedes Jahr mit drei Freunden dorthin. Dieses Jahr nicht… ich liege mit Erkältung zuhause und bin wieder mal nachtdenklich. Durch den Husten ist eh nicht an Schlaf zu denken. 

Das letzte Mal hatte ich solch einen Husten kurz nach der Herz-OP 2011. Damals hatte ich immer Angst dass es mir den aufgesägten Brustkorb zerreißt. Heute habe ich diese Angst nicht mehr. Es ist einfach nur ein Husten. Vielleicht hätte ich die Erkältung auch einfach mit Tabletten wegdrücken können… ich läge nun Amarone-geschwängert im Hotelbett in der Nähe der Arena.

Nein, ich nehme schon zu lange und zu viele Medikamente. Eine verschleppte Erkältung ist auch nicht gut für das Herz.

Ich fahre einfach nach Verona wenn es mir wieder besser geht – zwar ohne Motorradmesse, aber dafür ohne Husten.

So, jetzt denk ich noch ein bisschen nacht… vielleicht schlafe ich ja doch mal ein.

4:25 Uhr 

Euer (Hust) Oliver 2.0

Das Buch.

So, Heiligabend steht vor der Tür. Man schenkt und wird beschenkt. Die Präsente werden natürlich mehr oder weniger kunstvoll verpackt – der Überraschung wegen.

Nunja, ich will heute meine Leser ebenfalls ein bisschen überraschen… habe ja schon lange genug um den heißen Brei drumrum geredet. Weiterlesen „Das Buch.“

Marias Nachthemd. Eine kurze Geschichte über das Altwerden und Sterben.

Dieses Wochenende zünden wir die vierte Kerze an. Wenn die Adventszeit besinnlich ist, dann ist es für mich meist um den vierten Advent – so kurz vor der Weihnacht. Ich blicke auf das Jahr und all die Begegnungen die darin vorkamen, zurück.

In diesem Jahr hat mich eine Begegnung sehr beschäftigt – Demenz.

Im engen Umfeld bin ich mit dieser Krankheit konfrontiert worden und habe mich darüber erschrocken, wie verstörend das sein kann. Der Mensch verliert seine Erinnerungen. Immer mehr vergisst er , bis er nicht mal mehr weiß, wer er selbst ist. Und ist ein Mensch nicht das, was seine Erinnerungen ausmachen? Ist unser Innerstes nicht aus Erinnerungen gebaut? Wenn wir das verlieren, verlieren wir uns. Und die Menschen um uns ebenso.  Weiterlesen „Marias Nachthemd. Eine kurze Geschichte über das Altwerden und Sterben.“