Chronologie eines Herzinfarkt. Teil 17

Wortlos tritt der Tod näher ans Bett des Alten.
„Was dagegen, wenn ich mir den Stuhl nehme?“ Er deutet in die andere Zimmerecke, wo ein alter Holzstuhl als Kleiderablage diente.

„Bitte!“, antwortet der Alte verdutzt aber höflich.

Der Tod greift nach dem Stuhl und zieht ihn mit einem lauten Quietschen ans Bett. Mit einem Handstreich entledigt er sich seines Mantel, den er ans Bettende wirft. Es kommt ein moderner schwarzer Anzug zum Vorschein, das dunkle Hemd darunter lässig am Kragen aufgeknöpft. Der Finstere öffnet sein Sakko und setzt sich langsam hin, während das alte Holz des Stuhles dabei ächzend knarrt. Dabei nimmt der Tod galant seinen Hut ab, welchen er vorsichtig auf seinem Schoß platziert. Langes weißes Haar fällt über die Schultern der finsteren Gestalt, welche nun aber gar nicht mehr so finster wirkt sondern eher…alt.
Erschrocken weicht der alte Witwer in seinem Bett zurück:
„Teufel, Du siehst aus wie ich!“ erkennt er nun im Licht.

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Das ist doch jetzt nur ein Witz, oder?

Also, ich höre normalerweise sehr selten bayerischen Rundfunk. Antenne Bayern schon gleich gar nicht. Zumal die jetzt dann in der Vorweihnachtszeit fast jeden Song mit dem Gebimmele von Rentiergeschirren unterlegen.
Leider war der Sender aber im Auto irgendwie drin und es kamen heute um die Mittagszeit die Nachrichten. Naja, kann man ja mal drin lassen. Aber….

Die bringen doch glatt in den Bayern-Nachrichten eine Meldung, dass irgendwo in diesem Freistaat ein Zwergkaninchen auf die Strasse lief, aber Gottseidank von Polizisten gerettet werden konnte…

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Was für’s Herz… Wochenende.

Mein Wecker gibt es mir mal wieder. Nein, er schreckt mich nicht aus dem Schlaf um den Arbeitstag einzuläuten. Im Gegenteil, er zeigt mir nur die Zeit an. Aber genau das ist der Punkt. Es ist 2:58 Uhr… Mitten in der Nacht also. Wahrscheinlich liegt es daran, dass morgen Wochenende ist. Da gibt es immer viel zu tun, und zwar wahnsinnig viel.

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„Hunde unter Wasser“. Ein Buchtipp.

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Noch nie war Weihnachten so einfach wie in diesem Jahr. Der RIVA-Verlag aus München bringt in diesen Tagen einen Bildband heraus, welcher so fantastisch wie herzlich ist. Und wie meine Leser wissen: was gut für’s Herz ist, ist gut für meine Seite hier.
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Chronologie eines Herzinfarkt. Teil 16.

„Es gibt eine Grenze, die man nicht überschreiten sollte!“
Aus dem Film FLATLINERS – HEUTE IST EIN SCHÖNER TAG ZUM STERBEN, von Joel Schumacher. Unter anderem mit Kiefer Sutherland, Julia Roberts, Kevin Bacon und William Baldwin.

Irgendwann, Anfang August.
Ich liege wieder wach. Die Augen lasse ich geschlossen. Trotzdem dringt das grelle Licht durch meine augenhöhlen in mein Inneres. Wie ein Scanner tastet das Licht mein Gehirn ab… auf der Suche nach verlorenen Träumen, auf der Suche nach Gedanken voll Hoffnung und auf der Suche nach Leben… vergeblich. Alle Träume wurden gelöscht. Warum sollten die Gedanken auch anders sein als der Körper?
Nackt wurde das menschliche Fleisch behandelt. Das Stück Fleisch wurde aufgesägt, das Herz herausgenommen, und das Ganze für eine Weile stillgelegt, nachdem das ganze Stück runtergekühlt wurde. Danach wieder alles eingepackt, mit Stromstößen wieder gestartet und dann zugenäht. Darf’s ein bisschen mehr sein?

Das einzigste was noch selbstständig arbeitete, war das Hirn, welches man aber bereits vor der OP mit Drogen wegknallte.

Gekürzt…

Am 21. März 2016 erscheint mein Buch NEUSTART (KLICK)!